Ende der Hauptschule

by Morgen on 16. November 2011

Politiker und Bundesbildungsminister prophezeien seit Jahren das Ende der Hauptschule, bisher ist dies noch nicht geschehen. PISA 2000 rüttelte die deutschen Politiker mit ihren alarmierenden Ergebnissen wach und animierte sie dazu, das deutsche Schulsystem zu überdenken. Im Jahr 2009 konnten bereits die ersten Ergebnisse verzeichnet werden, Deutschland gehörte zu den wenigen Ländern, das sich in fast allen Disziplinen verbessert hat. Dabei haben vor allem Kinder von Einwanderern und Arbeiter-Klasse deutlich aufgeholt.
Die Schulleistungen der Kinder in Deutschland ist nach wie vor stark von sozio-ökonomischen Hintergründen der Familien, aber auch von der jeweiligen Schule abhängig. Der Leistungsabstand zweier Schüler mit ähnlichen Hintergründen und IQ beträgt in Deutschland mehr als 100 PISA-Punkte. Die Leistung hängt davon ab, ob er eine Schule mit günstigen oder ungünstigem Umfeld besucht. In keinem anderen Land hat das soziale Schulumfeld einen derart gravierenden Einfluss auf die Schullaufbahn von Kindern aus sozial schwachen Familien.
Seit Jahrzehnten hält die Union am dreigliedrigen Schulsystem fest. Die stetig sinkenden Schülerzahlen bringt die deutsche Politik zum Umdenken. Die CDU will nun die Hauptschule abschaffen, auch wenn es Kritik von den anderen Parteien hagelt, lobt die Opposition diesen Schritt. Demnach soll es in Zukunft ein zweigliedriges Schulsystem ohne Hauptschule geben. Neben dem Gymnasium soll es somit nur noch sogenannte Oberschulen geben.
Laut dem CDU-Konzept sei die Oberschule, neben dem Gymnasium, ein weiterer und gleichwertiger Bildungsweg, der die Kinder der Hauptschul- und Realschulgänge miteinander verbindet. Die jetzigen Schulformen verwirren nicht nur Eltern, Schüler und Lehrer, sondern behindert die Mobilität zwischen Deutschland und anderen Ländern. Der Rückgang der Schülerzahlen ist einer der Hauptgründe für die Einführung des Zwei-Wege-Modells. Dabei muss allerdings noch die Frage geklärt werden, wie man ein differenziertes, leistungsfähiges Bildungssystem entwickeln könne.

Das Ende der Hauptschule wurde stark von der PISA-Studie und der darauf folgenden Debatte beeinflusst

Nach zehn Jahren PISA ist festzustellen, dass nach den neuen Bundesländern auch ein Großteil der alten, ausgenommen die beiden Süd-Länder, die Hauptschule eigenständig abgeschafft haben bzw. Abschaffen wollen. In den Bundesländern ohne Hauptschul-System sind Bedingungen enstanden, die für die Kinder neue Aussichten vorbereiten. Dennoch muss das Problem mit dem Gymnasium geklärt werden, das eigentlich eine Schule für Leistungsstarke Schüler sein soll und nicht, wie einige Politiker wollen, ab sofort alle Kinder unterbringen kann.Ihr Webheute.de

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