Männer lieben heute anders Frauen auch

by Gestern on 26. November 2011

“Sie ist auf einmal so komisch. Irgendwie total seltsam. Die ganze Zeit verhält sie sich schon so eigenartig. Ich glaube sie ist verliebt.
Halte dich bloß von ihr fern (in diesem Zustand). Das endet sonst noch in einem Unglück!”
Dieser Appell hat gesessen.
Jetzt traut man(n) sich gar nicht mehr sie anzusprechen.
Jetzt wird man(n) sich hüten, ihr offen und ehrlich die Meinung zu sagen.
Jetzt wird und will man(n) erst gar nicht mehr in ihre Nähe kommen, um durch ungeschickte Ausdrucksweisen oder blöde Bemerkungen den Unmut der auf Wolke 7 schwebenden Freundin auf sich zu ziehen.
Aber stimmt das denn wirklich?

Herausforderung Verliebtheit

Sind Verliebte tatsächlich eine Herausforderung für ihr soziales Umfeld?
Für den guten Kumpel, die enge Vertrauensperson oder den Bekannten?
Für Personen, die in demselben Augenblick die Welt eher nüchtern und rational betrachten, weil sie nicht verliebt sind?
Zugegeben: Das Phänomen Verliebtheit ist jetzt keine heimtückische, gefährliche und hochgradig ansteckende Krankheit.
Aber Verliebte können durchaus für ihre Mitmenschen anstrengend werden.
Das muss aber nicht heißen, dass die Flucht nach vorn der einzige Ausweg ist, um sich nicht damit auseinandersetzen zu müssen.
Für die enge Vertrauensperson oder den besten Kumpel wird es sowieso schwierig sein, sie in dieser Phase allein zu lassen.
Sie nicht auch in diesen außerordentlich glücklichen Lebensumständen zu begleiten.
Und es gibt durchaus eine Reihe von “probaten Mitteln” wie man am Ende davon profitiert anstatt genervt zu sein.

Verliebte Mädels

Zunächst einmal muss man dazu allerdings wissen, dass Männer und Frauen sich zwar nicht total, aber in gewissen Punkten grundsätzlich unterschiedlich verhalten, wenn sie verliebt sind:
Frauen…
? haben in der Regel ein größeres Mitteilungsbedürfnis als Männer wenn sie verliebt sind. Sie wollen am liebsten alles bzw. umso mehr- je nachdem wie eng das Vertrauensverhältnis zu der Bezugsperson ist- teilen.
? sind dabei auch viel vertrauensseliger als Männer. Sie schaffen es allgemein eine viel tiefere emotionale Bindung zu ihrer nahestehenden Bezugsperson aufzubauen. Unter Gleichgesinnten, also sprich bei Frauen untereinander, entsteht sowieso schnell eine rege Gesprächs- & Tratschkultur. Ja fast eine Art “Prüfungskommitee”, dem der nichts ahnende neue potentielle Partner ausgesetzt ist. Aber auch die Vertrautheit zu einer platonischen männlichen Bezugsperson hat einen prägenderen emotionaleren Bezug als es beispielsweise unter Männern der Fall ist.
? merken sich nämlich viele kleine Nuancen. Sie sind Meister darin unscheinbare Dinge an ihrem neuen potentiellen Partner zu erkennen. Sie machen sich um alles Gedanken. Ihnen fallen Sachen auf, an die ein Mann im Leben nie denken würde. Sie schwärmen von jeder Kleinigkeit, ungeachtet dessen in welchem blöden Kontext das gerade für Außenstehende erscheint. Das hängt auch mit der Position zusammen, in der sie sich befinden. Sie sind schließlich beim Thema Partnerwahl, diejenigen, die Selektion vornehmen. Sie haben also ein Gespür für die vielen Facetten, die ein Mann an sich haben kann.
? können sich dann aber auch schnell verschließen, wenn sie merken, dass sie von ihrer nahe stehenden Bezugsperson keine Unterstützung erfahren oder wenn diese wiederholt harsche Kritik ausspricht. In der Sache greifen sie daher auch gern mal zu unfairen und ungerechtfertigten Maßnahmen (Zicken, abweisendes Verhalten auch nachdem die Bezugsperson die Sache wieder bereinigt hat usw.)
? sind aber dennoch meistens nicht nachtragend. Sie sind immer bemüht das Gleichgewicht zwischen Freundschaften und Liebe zu wahren. Sie nehmen also Kritik durchaus sich zu Herzen, auch wenn es im ersten Moment nicht so scheint. Sie legen immer ein gehöriges Maß an Verträglichkeit an den Tag und versuchen alles unter einen Hut zu bekommen. Heißt im Umkehrschluss aber auch, dass sie schwerer loslassen können.

Verliebte Jungs

Männer dagegen…
? haben zwar auch das Bedürfnis ihre Verliebtheit mit ihren Kumpels und nahe stehenden Bezugspersonen teilen zu wollen. Sie klären dies aber- vor allem unter Männern- eher auf einer nüchternen und sachlicheren Ebene ab. Die emotionalen Hintergründe, ja das eigene wunderbare, unbeschreibliche Glücksgefühl, übertragen sie somit eher in die Sprache. Mit Superlativen noch und nöcher heben sie ihre Angebetete hervor und wollen so ausdrücken, wie toll sie ist und das ihnen nichts Besseres hätte passieren können. Sie scheuen sich aber oft dabei vor ihren Kumpels emotionale Regungen zu zeigen. Bei einer weiblichen nahe stehenden Bezugsperson ist dies wieder anders. Hier kommen evtl. auch Sachen zur Sprache oder Betrachtungen in eine Richtung, die sich bei männlichen Kollegen nicht ergeben hätte.
? wollen daher ihre Angebetete mehr als “Eroberung” der Weltöffentlichkeit preisgeben. Das bedeutet nicht, dass sie alle Machos sind. Aber jeder einzelne Mann ist doch irgendwo stolz darauf, dass Herz einer Dame erobert zu haben. Eben nicht mit platten, dummen Sprüchen, Angeberei und Machogehabe. Sondern seinem Charme, seinem natürlichen Auftreten, seiner Ausstrahlung. Seinem ganzen Erscheinungsbild und Typus, den er verkörpert.
? sind rein biologisch gesehen in der besseren Ausgangsposition. Den allermeisten Männern (abgesehen von denen, die äußerst aufmerksam sind und über das übliche Maß hinausgehendes lebhaftes Interesse zeigen) fällt nicht jede Kleinigkeit sofort an den Frauen auf. Braucht es aber auch nicht. Sie können damit spielen, wenn die Frau ihnen “aus der Hand frisst”. Sie können leichter auf die Gefühle eingehen, die ihnen von der Frau entgegenkommen. Und somit im Gegenzug selbst besser ihre Gefühle ausdrücken.
? nehmen Kritik an ihrer Angebeteten auch ernst. Lassen sich aber davon nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Durch die “angeborene” Sachlichkeit macht es ihnen in der Regel so schnell nicht aus, wenn der Kumpel oder die nahestehende Vertrauensperson einiges über die neue potentielle Partnerin vom Stapel lässt. Sie lassen sich dabei nicht so schnell von Emotionen leiten, sondern sind eher nüchternen Taktiker. Denn egal, was der Kumpel/die Vertrauensperson im Bezug auf die Angebetete einem an den Kopf wirft: Am Ende bleibt es ja die Entscheidung von einem selbst
? können daher auch schneller loslassen. Wenn es wirklich mal zum äußersten kommt und heftige Streitigkeiten zwischen Männern wegen der Angebeteten geben sollte, schaffen sie es leichter einen Schlussstrich zu ziehen und die Freundschaft zu beenden. In der Regel denken Männer aber nicht so schnell daran. Denn sie erkennen oft eher, dass Freundschaften wichtiger sind und das keine Frau der Welt es wert ist, so etwas kaputt gehen zu lassen
? lassen bei einer weiblichen Bezugsperson erst recht erkennen, dass sie sie schätzen und die Freundschaft aufrechterhalten wollen. Denn was gibt es schöneres für einen Mann als gleich zwei Frauen zu haben, die ihn in gewisser Weise schätzen und anhimmeln.

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